Bus hat Schüler “vergessen” – Überschrift aus Hersbrucker Zeitung
Zur Ehrenrettung unserer Busfahrer muss ich sagen, es waren doch eher die “Planer” die unsere Schüler vergessen haben. Hier ein paar persönliche Anmerkungen (den angesprochenen Artikel aus der HZ gibt es hier zu lesen):
Es war allen Beteiligten 1 1/2 Wochen vor der Umstellung bekannt, dass es Änderungen am Busfahrplan geben wird. Eine Durchsage des Busfahrers in der Woche vor der Umstellung hätte genügt die Eltern aufzufordern sich zu informieren.
-> Folge: weniger Ärger und Stress für alle Beteiligten am Montag
Von bisher 2 Schulbuslinien vom Buchgebiet/Krankenhaus nach Altensittenbach fährt nur noch 1. Und dieser sogar noch früher als bisher.
-> Folge: der aktuelle Schulbus fährt nahezu leer nach Altensittenbach und die Kinder werden wieder mit dem Auto gefahren. Aus Umweltgesichtspunkten völliger Unsinn und die Verkehrssituation vor der Schule wird noch schlimmer.
-> Weitere Überlegung: von den durch die Fahrtkosten der Schüler subventionierten Strecke nach Altensittenbach wird eine gestrichen. Da stellt sich mir die Frage, wieviele Strecken bei der Ausschreibung der Linien eigentlich gefordert wurden?
Bei der nächsten Verkehrszählung wird festgestellt, dass sich die Schulbuslinie morgens vom Buchgebiet/Krankenhaus nach Altensittenbach nicht lohnt
-> Folge: sie wird auch eingestellt (Spekulation meinerseits, oder doch “planerisches” Ziel)
Die beiden Schulbusse nach der 4. und 6. Stunde wurden gestrichen und die Schüler müssen auf den regulären Linienbus ausweichen. Dieser fährt jedoch nicht von der Schule ab.
-> Folge: vorallem die 1.-Klässler müssen zum Bus gebracht werden, erhöhter Aufwand für die Schule.
Die Linienbusse von Altensittenbach sind nicht auf den Stundenplan abgestimmt. Abfahrt ist z.B. 12.59 Uhr – die Schule endet jedoch schon seit vielen Jahren in Altensittenbach um 13.00 Uhr!
-> Folge: die Schüler die mit dem Bus fahren müssen den Unterricht vorzeitig verlassen. Damit verlieren sie pro Monat einen Schultag und der zusätzliche organisatorische Aufwand für die Klassenlehrer ist immens.
Alle Schüler müssen nun am Bahnhof r. Pegnitz umsteigen. Alle Schüler, aus dem Schulzentrum (Grund-, Haupt-, Real- und Förderschule), Gymnasium und GS Altensittenbach.
Folge: zu Stosszeiten ein sehr hohes Schüleraufkommen. Die Gegebenheiten vor Ort sind jedoch beschränkt. Aufgrund der Taxen, der PKW und der Busse die dort unterwegs sind birgt das gerade für jüngere Schüler ein stark gestiegenes Unfallrisiko.
Alle Versuche von Seiten der Planer, der Stadt und des Schulbusbetreibers die aktuelle Situation zu entschärfen sind meines Erachtens umsonst und verschlechtern die Situation nur dadurch, dass niemand mehr weiß was gerade aktuell ist. Verkehrsplanung soll sich am Kunden orientieren. Hier wurde zum Nutzen des Netzbetreibers geplant. Alle Argumente die angeführt werden, welche Verbesserungen im Hersbrucker Nahverkehr jetzt für die Bürger geschaffen wurden, können nicht darüber hinwegtäuschen, dass wieder einmal derjenige, der am Ende der Bedarfskette steht sich zu fügen hat. Und diesmal sind es unsere Schüler.
Und noch eine kleine Randnotiz: die Kinder, die im Buchgebiet/”Krankenhausberg” wohnen, werden auf Wunsch der Stadt Hersbruck nach Altensittebach geschickt, weil dort seit vielen Jahren zu wenig Kinder wohnen und die Klassenstärken sonst zu groß werden! Jetzt die Busanbindung zu kappen ist besonders bitter und enttäuschend für mich als Vater. Ins Schulzentrum könnten unsere Kinder laufen.
Die einzige Lösung ist aus meiner Sicht:
Herstellung des Schulbusbetriebs wie vor der Fahrplanumstellung. Das verschafft Zeit für eine sinnvolle Planung um dann mit dem Sommerfahrplanwechsel ein funktionierendes Konzept präsentieren zu können. Dann stehen alle Möglichkeiten wie z.B. auch die Änderung des Schulbeginns auf 7.50 Uhr usw. offen. Aber nicht mitten im Schuljahr eine Flickschusterei wie wir sie gerade erleben.
















